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Elektronische Sicherheitstechnik: Die Branche wächst mit dem Bedarf an vernetzten Systemen in Gebäuden und Infrastruktur

06.11.2017

Die Branche der elektronischen Sicherheitssysteme wächst mit dem zunehmenden Bedarf an vernetzten, intelligenten Systemen in Gebäuden und öffentlichem Raum (Smart Building). Die Umsätze stiegen im Jahr 2016 um 6,2 Prozent auf rund 3, 95 Milliarden Euro. Nach Erhebungen des Fachverbands Sicherheit im ZVEI (Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e.V.) und des BHE Bundesverbands Sicherheits­technik e.V (BHE) vom Juni 2017 entwickelten sich die Umsätze für elektronische Sicherheitstechnik wie schon in den zurückliegenden Geschäftsjahren mit stetigem Wachstum.

Im Vorjahreszeitraum sind vor allem die Umsätze in den drei Segmenten vorbeugender Brandschutz bzw. Brandmeldetechnik, Überfall- und Einbruchmeldetechnik sowie Video- und Überwachungstechnik weiter beachtlich gewachsen. Der Umsatz mit Brandmeldetechnik ist 2016 demnach um 6,8 Prozent auf 1,8 Milliarden Euro gestiegen. Dieses Segment ist nach wie vor das größte Investitionsfeld der Sicherheitstechnik und ist stark von der Baukonjunktur abhängig.

Eine weitere Ursache für das Wachstum der Sicherheitstechnik ist für Uwe Bartmann, Vorsitzender des Fachverbands Sicherheit im ZVEI, das gestiegene Sicherheitsbedürfnis. Das Segment Videotechnik legte im Vorjahr um 8,0 Prozent zu – auf 511 Millionen Euro. Hohes Wachstum verzeichnete erneut auch die Überfall- und Einbruchmeldetechnik – ebenfalls mit einem Plus von acht Prozent auf 800 Millionen Euro. Zutrittskontrollsysteme kamen auf 307 Millionen Euro – das entspricht einer Steigerung um 4,8 Prozent. Etwas abgeschwächt hat sich das Umsatzwachstum für Sprachalarmierungstechnologie  - mit 5,3 Prozent auf 100 Millionen Euro. Rauch- und Wärmeabzugsanlagen sowie Rufanlagen nach DIN VDE 0834 blieben stabil bei rund 40 Millionen Euro Umsatz.

Während sich bei der Einbruchmeldetechnik seit Jahren der Effekt der zunehmenden Nachfrage aus dem Privatmarkt zeigt, wirkt sich im gewerblichen Bereich der Ruf nach zunehmender Vernetzung und Digitalisierung positiv aus.

Quelle: ZVEI / BHE Erhebung 06-2017
Quelle: ZVEI / BHE Erhebung 06-2017

Die Entwicklung vernetzter Sicherheitssysteme und neuer Lösungen für die Sicherheit von Gebäuden und Infrastrukturen erfordert wissenschaftliche Ansätze zur objektiven Bewertung, die Aspekte der Objektsicherheit, sicheren Informationstechnologien und innovativen Mechatronik einbeziehen. Professor Kai-Dietrich Wolf, Leiter des Instituts für Sicherungssysteme (ISS) der Bergischen Universität Wuppertal widmet sich grundlegenden technischen und gesellschaftlichen Fragestellungen zum Schutz von Mensch und Infrastruktur. „Der Zutritt zu komplexen Gebäuden und Infrastrukturen ist ohne digitale und biometrische Authentifizierungsverfahren längst nicht mehr denkbar. Doch wie sicher sind diese Systeme – vor kriminellem Zugriff oder z.B. vor unkontrollierter Archivierung von Nutzer- und Aktivitätsprofilen für kommerzielle Zwecke bei der Nutzung im Smart Home wie auch im Smart Building? Vernetzte Sicherheitssysteme stellen hohe Anforderungen an die Sicherheit der Informationstechnologie und den Datenschutz.“

Die langfristige Wachstumsperspektive sieht Uwe Bartmann in der Digitalisierung und Vernetzung der Sicherheitstechnik mit anderen Gewerken: „Die elektronische Sicherheitstechnik wird integraler Bestandteil im Smart Home und Smart Building. Sensoren der Sicherheitstechnik bieten neue Möglichkeiten zur Datenerhebung.“ Darauf aufbauend können neue Services und Geschäftsmodelle entwickelt werden, so die Erwartung.

Das Intersec Forum, Konferenz für vernetzte Sicherheitstechnik, bietet der Branche im kommenden Jahr den Ausblick auf diese neuen, branchen- und technologieübergreifenden Entwicklungen: Ausgehend von den Innovationen und wegweisenden Anwendungsbeispielen hin zu den Gesamtlösungen und Geschäftsmodellen auf dem Gebiet der technischen Integration mit anderen Gewerken wie etwa der Sensorik, RFID, Mechatronik, Gebäudeautomation, Architektur und Technischer Gebäudeausrüstung. Kooperationspartner ist der ZVEI (Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e.V.).

Das Konferenzprogramm umfasst alle aktuellen Aspekte der Vernetzung sicherheitstechnischer Anlagen im modernen Gebäude unter den Hauptthemen: Branchendialog Planer & Errichter; Branchendialog Betreiber, Facility Manager & Hersteller; Brandmeldetechnik & Brandschutz; Zutrittskontrolle & Überwachungs­technik; Zukunftsdialog Smart Access; IT- & Cybersicherheit. Die Vorträge werden in deutscher und englischer Sprache gehalten.

Damit entwickelt sich das Intersec Forum auf dem Weg zu seiner dritten Veranstaltung, vom 19. bis 23. März 2018, sowohl in seiner Dauer und Themenbreite als auch in seiner internationalen Relevanz weiter: Zu den Top-Rednern aus dem Inland werden erstmals Security-Experten aus den europäischen und asiatischen Wachstums­regionen sowie aus den Vereinigten Arabischen Emiraten sprechen.

Das Intersec Forum, Konferenz für vernetzte Sicherheitstechnik, tagt unter dem Titel „Security meets Smart Building; Digitalisierung und Sicherheit im Gebäude der Zukunft“ jährlich und parallel zu den Leitmessen Light + Building und ISH. Im März 2018 verlegt das Intersec Forum seinen Veranstaltungsort ins direkte Umfeld der Light + Building, Weltleitmesse für Licht und Gebäudetechnik, in die Messehalle 9.1. In Halle 9.1. bündelt die Light + Building erstmals ihr starkes Ausstellerangebot in den Produktbereichen Haus- und Gebäude­automation sowie stromgeführte Sicherheitstechnik und die neue Sonderschau „SECURE! Connected Security in Buildings“. Die Sonderschau SECURE! bildet mit ihren praktischen Anwendungs­szenarien die Brücke zum Intersec Forum und seinen zukunftsweisenden Inhalten.

Das Intersec Forum belegt die Messetage Montag bis Freitag. Die Teilnahme an der Konferenz ist im Preis des Besuchertickets der Light + Building inbegriffen. Die Teilnehmer-Registrierung findet vor Ort in Halle 9.1 statt. Weitere Informationen zum Intersec Forum vom 19. bis 23. März 2018 (Montag bis Freitag) in Halle 9.1 finden Sie im Internet auf: www.intersec-forum.com und auf www.intersec-forum.com/twitter.

Informationen zur Light + Building vom 18. bis 23. März 2018 (Sonntag bis Freitag) bietet die Website www.light-building.com

Safety, Security & Fire

Im internationalen Wachstumsfeld der zivilen Sicherheit gehört die Messe Frankfurt mit derzeit neun Veranstaltungen zu den weltweit bedeutendsten Organisatoren von Messen und Kongressen. Die Events für die Sicherheitsbranche finden in Europa, Asien, dem Nahen und Mittleren Osten und Südamerika statt und bieten optimale Zugangsmöglichkeiten zu diesen dynamischen Wachstumsmärkten.
Mehr Informationen unter www.safety-security.messefrankfurt.com

Light + Building, die weltgrößte Messe für Licht und Gebäudetechnik, öffnet vom 18. bis 23. März 2018 in Frankfurt am Main ihre Tore. Rund 2.600 Aussteller präsentieren ihre Weltneuheiten für Licht, Elektrotechnik sowie Haus- und Gebäudeautomation. Die Innovationsmesse

Light + Building

Light + Building vereint alle stromgeführten Systeme der Gebäudetechnik und fördert die integrierte Gebäudeplanung mit einem in Breite und Tiefe einzigartigem Produktspektrum. Die Light + Building Familie zählt derzeit zwölf Messen weltweit – in Argentinien, China, Indien, Russland und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Informationen zu den Brands: www.light-building.com/brand

Hintergrundinformationen Institut für Sicherungssysteme (ISS)

Das Institut für Sicherungssysteme ist ein interdisziplinäres Forschungsinstitut der Bergischen Universität Wuppertal mit Sitz in Velbert. Es widmet sich grundlegenden technischen und gesellschaftlichen Fragestellungen zum Schutz von Mensch und Infrastruktur. Im Mittelpunkt der interdisziplinären Forschung steht dabei die Bewertung innovativer Sicherungssysteme hinsichtlich der Dimensionen Sicherheit (Safety und Security), Zuverlässigkeit und Effizienz.
Weitere Informationen: www.sicherungssysteme.net

Hintergrundinformation ZVEI

Der ZVEI - Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e.V. vertritt die Interessen von 1.600 Unternehmen der Elektroindustrie und zugehöriger Dienstleistungsunternehmen in Deutschland. Jede dritte Neuerung im Verarbeitenden Gewerbe in Deutschland erfährt ihren originären Anstoß aus der Elektroindustrie. Die Branche beschäftigt 853.000 Arbeitnehmer im Inland und mehr als 706.000 im Ausland. Weitere Informationen: www.zvei.org

Hintergrundinformation Messe Frankfurt

Messe Frankfurt ist der weltweit größte Messe-, Kongress und Eventveranstalter mit eigenem Gelände. Mehr als 2.300 Mitarbeiter an rund 30 Standorten erwirtschaften einen Jahresumsatz von annähernd 647 Millionen Euro. Mittels tiefgreifender Vernetzung mit den Branchen und einem internationalen Vertriebsnetz unterstützt die Unternehmensgruppe effizient die Geschäftsinteressen ihrer Kunden. Ein umfassendes Dienstleistungsangebot – onsite und online – gewährleistet Kunden weltweit eine gleichbleibend hohe Qualität und Flexibilität bei der Planung, Organisation und Durchführung ihrer Veranstaltung. Die Servicepalette reicht dabei von der Geländevermietung über Messebau, Marketingdienstleistungen bis hin zu Personaldienstleistungen und Gastronomie. Hauptsitz des Unternehmens ist Frankfurt am Main. Anteilseigner sind die Stadt Frankfurt mit 60 Prozent und das Land Hessen mit 40 Prozent.

Weitere Informationen:
www.messefrankfurt.com
www.congressfrankfurt.de 
www.festhalle.de

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