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3.800 Cyberattacken täglich aufs Smart Home: Lösungen der IT- und Cybersicherheit für smarte Gebäude auf dem Intersec Forum

21.02.2018

50 Milliarden IoT-Geräte und täglich 3.800 Cyberattacken aufs Smart Home: Mit diesen Größenordnungen rechnen Experten für IT- und Cybersicherheit, wenn es um die Entwicklung von Lösungen für smarte und sichere Gebäude der Zukunft geht. Auf dem Intersec Forum diskutieren die Entwickler, Anbieter und Anwender vernetzter Sicher­heitstechnik in der Gebäudeautomation. Die rund 80 Redner kommen aus Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Bosnien-Herzegowina, Israel und den USA. Die Fachkonferenz findet an fünf Tagen vom 19. bis 23. März 2018 in Frankfurt am Main parallel zur Light + Building, Weltleitmesse für Licht und Gebäudetechnik, statt.

Gebäude werden digital. Vernetzte sicherheits- und gebäudetechnische Anlagen versprechen mehr Sicherheit, Komfort und Wirtschaftlichkeit. Im Smart Home und Smart Building produzieren intelligente Sensoren und Algorithmen dabei immer mehr über das Internet weltweit verfügbare Daten. Die Geschwindigkeit dieser Entwicklung ist atemberaubend: Überstieg nach Angaben von IT-Hersteller Cisco bereits im Jahr 2008 die Zahl der mit dem Internet verbundenen Geräte die Anzahl von Menschen auf der Erde, sollen laut Schätzungen von Cisco und der internationalen Beratungsgesellschaft Gartner, im Jahr 2030 unvorstellbare 20 bis 50 Milliarden „Dinge“ im Internet of Things (IoT) miteinander verbunden sein*.

Für die Sicherheitstechnik bedeutet diese Entwicklung einen Paradigmenwechsel. Bisher streng abgeschottete Systeme öffnen sich und kommunizieren über zahlreiche Schnittstellen mit anderen Anlagen. Der Datenfluss läuft zunehmend über allgemein genutzte Datenleitungen des Gebäudes und über das Internet. Eine starke IT- und Cybersicherheit ist daher unabdingbare Voraussetzung, um Sicherheitsanlagen vor ungewollten Rückwirkungen aus dem Netz und vorsätzlichen Cyber-Attacken zu schützen.

Der Druck vom Markt ist dabei hoch, sowohl was den angestrebten Nutzen als auch die Gefahreneinschätzung angeht. So ist die Ferninspektion vernetzter Gefahrenmeldeanlagen über das Internet bereits heute Realität und wird stark nachgefragt. Andererseits sehen 74 Prozent der deutschen Unternehmen in Cyber-Angriffen das größte Risiko für die eigene IT, so die Ciso Security Studie (2017). Forscher des IT-Sicherheitsspezialisten Sophos (2017) registrierten bei einem eigens zu diesem Zweck aufgebauten Smart Home bis zu 3.800 unbefugter Zugriffsversuche täglich.

Der Gesetzgeber hat auf die absehbaren Bedrohungen bereits reagiert. Mit dem IT-Sicherheitsgesetz für Betreiber kritischer Infrastrukturen wurde ein erster Rechtsrahmen geschaffen. Der neue Koalitionsvertrag von CDU, CSU und SPD kündigt zudem ein „Gütesiegel für IT-Sicherheit“ sowie ein zweites IT-Sicherheitsgesetz an. „Für die Gebäude- und Sicherheitstechnik wird es immer wichtiger, eine Basis-Cybersicherheit für ihre Geräte und Systeme zu definieren und in der Normung abzubilden. Denn der Druck der Anwender und von politischer Seite wird weiter steigen“, so der Referent für Cybersicherheit im Fachverband Sicherheit des ZVEI und Konferenzredner Lukas Linke.

Intersec Forum 2018: Smart & secure building statt „haunted house“ (Quelle: Intersec Forum 2018 / Shutterstock)
Intersec Forum 2018: Smart & secure building statt „haunted house“ (Quelle: Intersec Forum 2018 / Shutterstock)

IT- und Cybersicherheit auf dem Intersec Forum 2018

Die Themen der IT- und Cybersicherheit bestimmen den ersten Konferenztag (19. März): Die Konferenz eröffnen am Vormittag Hessens Minister des Innern und für Sport Peter Beuth, BSI-Präsident Arne Schönbohm, ZVEI-Präsident Michael Ziesemer und Siemens-Vorstandsmitglied  Dr. Roland Busch mit ihren Vorträgen und weitere Sprecher. Michael Boos, BSI, Philipp Rothmann, Senior Manager dhpg IT-Services, Lukas Linke, Referent für Cybersicherheit im Fachverband Sicherheit des ZVEI, und Dr. Nicolas Krämer, Managing Director Lukaskrankenhaus Neuss, zeigen auf, wie den Risiken für die sicherheitstechnische Gebäudevernetzung aus dem Dunkel der IT- und Cyberkriminalität wirksam begegnet werden kann.

Auf dem Intersec Forum der Messe Frankfurt vom 19. bis 23. März 2018 diskutieren rund 80 Experten aus Industrie, Wissenschaft und Politik über die Entwicklung und Anwendung vernetzter Sicherheitstechnik im intelligenten Gebäude von morgen. Die Redner kommen aus Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Bosnien-Herzegowina, Israel und den USA. Die Vorträge werden den Konferenzteilnehmern in deutscher und englischer Sprache (Simultanübersetzung) zugänglich sein. Am Abend des dritten Konferenztags (Mittwoch, 21. März) laden der Veranstalter Messe Frankfurt und Kooperationspartner ZVEI (Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e.V.) die Teilnehmer zum Get-together im Konferenzareal in Halle 9.1 (Stand E90) ein.

Unter dem Titel „Security meets Smart Building: Digitalisierung und Sicherheit im Gebäude der Zukunft“ tagt das Intersec Forum jährlich und parallel zu den Leitmessen Light + Building und ISH. Im März 2018 hat das Intersec Forum seinen Veranstaltungsort im direkten Umfeld der Light + Building, Weltleitmesse für Licht und Gebäudetechnik, in der Messehalle 9.1. Mit der neuen Sonderschau „Secure – Connected Security in Buildings“, dem Intersec Forum und rund 150 Anbietern aus den Segmenten Gebäudeautomation und Sicherheitstechnik bildet die Halle 9.1 das Zentrum der integrierten Gebäudetechnik. Darüber hinaus zeigen führende Hersteller aus der Sicherheitstechnik sowie aus der Haus- und Gebäudeautomation ihre Innovationen in den weiteren Hallen des Messegeländes.
Informationen zur Light + Building vom 18. bis 23. März 2018 auf: www.light-building.com

Das Intersec Forum belegt die Messetage Montag bis Freitag. Die Teilnahme an der Konferenz ist im Preis des Besuchertickets der Light + Building inbegriffen. Die Teilnehmer-Registrierung findet vor Ort in Halle 9.1 statt. Weitere Informationen zum Intersec Forum vom 19. bis 23. März 2018 (Montag bis Freitag) in Halle 9.1 finden Sie im Internet auf: www.intersec-forum.com und auf www.intersec-forum.com/twitter.

* Quellen und weiterführende Literatur:

1. “Gartner Says 8.4 Billion Connected "Things" Will Be in Use in 2017“, Gartner (2017),
https://www.gartner.com/newsroom/id/3598917

2. Cisco „The Internet of Things“ (2014),
https://cisco.com/c/dam/en_us/solutions/trends/iot/docs/iot-aag.pdf

3. Ciso Security Studie, IDG Business Media GmbH (2017),
https://whitepaper.computerwoche.de/whitepaper/warum-der-ciso-von-hoechster-relevanz-fuer-ihr-unternehmen-ist

4. „Smart Home oder Haunted House?“, Sophos Ltd. (2017),
https://www.sophos-events.com/smarthome/

5. Kurzinterview mit Lukas Linke, Referent für Cybersicherheit im Fachverband Sicherheit des ZVEI und Konferenzredner;
https://intersec-forum.messefrankfurt.com/frankfurt/de/press/press-releases.html

Safety, Security & Fire

Im internationalen Wachstumsfeld der zivilen Sicherheit gehört die Messe Frankfurt mit derzeit neun Veranstaltungen zu den weltweit bedeutendsten Organisatoren von Messen und Kongressen. Die Events für die Sicherheitsbranche finden in Europa, Asien, dem Nahen und Mittleren Osten und Südamerika statt und bieten optimale Zugangsmöglichkeiten zu diesen dynamischen Wachstumsmärkten.
Mehr unter www.safety-security.messefrankfurt.com

Hintergrundinformationen Institut für Sicherungssysteme (ISS)

Das Institut für Sicherungssysteme ist ein interdisziplinäres Forschungsinstitut der Bergischen Universität Wuppertal mit Sitz in Velbert. Es widmet sich grundlegenden technischen und gesellschaftlichen Fragestellungen zum Schutz von Mensch und Infrastruktur. Im Mittelpunkt der interdisziplinären Forschung steht dabei die Bewertung innovativer Sicherungssysteme hinsichtlich der Dimensionen Sicherheit (Safety und Security), Zuverlässigkeit und Effizienz.
Weitere Informationen: www.sicherungssysteme.net

Hintergrundinformation ZVEI

Der ZVEI - Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e.V. vertritt die Interessen von 1.600 Unternehmen der Elektroindustrie und zugehöriger Dienstleistungsunternehmen in Deutschland. Jede dritte Neuerung im Verarbeitenden Gewerbe in Deutschland erfährt ihren originären Anstoß aus der Elektroindustrie. Die Branche beschäftigt 853.000 Arbeitnehmer im Inland und mehr als 706.000 im Ausland. Weitere Informationen: www.zvei.org

Hintergrundinformation Messe Frankfurt

Messe Frankfurt ist der weltweit größte Messe-, Kongress und Eventveranstalter mit eigenem Gelände. Mehr als 2.500* Mitarbeiter an rund 30 Standorten erwirtschaften einen Jahresumsatz von rund 661* Millionen Euro. Mittels tiefgreifender Vernetzung mit den Branchen und einem internationalen Vertriebsnetz unterstützt die Unternehmensgruppe effizient die Geschäftsinteressen ihrer Kunden. Ein umfassendes Dienstleistungsangebot – onsite und online – gewährleistet Kunden weltweit eine gleichbleibend hohe Qualität und Flexibilität bei der Planung, Organisation und Durchführung ihrer Veranstaltung. Die Servicepalette reicht dabei von der Geländevermietung über Messebau, Marketingdienstleistungen bis hin zu Personaldienstleistungen und Gastronomie. Hauptsitz des Unternehmens ist Frankfurt am Main. Anteilseigner sind die Stadt Frankfurt mit 60 Prozent und das Land Hessen mit 40 Prozent.

* vorläufige Kennzahlen 2017

Weitere Informationen: www.messefrankfurt.com  |  www.congressfrankfurt.de  |  www.festhalle.de

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